KNOCHENDICHTMESSUNG

DXA METHODE GEGEN OSTEOPOROSE

Hamm

Westring 2,

59065 Hamm

KNOCHENDICHTMESSUNG

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Knochendichtemessung als Vorsorge oder zur Diagnose einer Osteoporose

Derzeit leiden ca. 4 – 6 Millionen Menschen in Deutschland an Osteoporose, davon etwa 80 % Frauen.

Das Risiko, eine Schenkelhals- oder Wirbelkörper-Fraktur zu erleiden, ist bei Frauen zwei bis dreifach höher als bei Männern.

Rechtzeitige Maßnahmen wie Aufklärung und Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, die Krankheit möglichst frühzeitig zu erkennen und die bestmögliche Therapie einzuleiten.

Mit Hilfe der DEXA-Knochendichtemessung lässt sich bestimmen, ob Knochen in bestimmten Körperbereichen noch normal dicht oder porös sind. Ältere Menschen können so im Rahmen der Vorsorge untersucht werden. Bei Anzeichen für eine krankhafte Veränderung der Knochendichte kann mit dieser Untersuchungsmethode eine Osteoporose abgeklärt, bzw. diagnostiziert werden.

 

 

Wichtige Gründe für die Messung der Knochendichte

Der Knochen von Menschen verliert im Alter zunehmend an Dichte und Festigkeit, was bei übermäßiger oder krankhafter Ausprägung als Osteoporose, in der geringer ausgeprägten Form als Osteopenie bezeichnet wird. Als Folge des Substanzabbaus kann es gehäuft zu Knochenbrüchen kommen, z.B.:

  • Bruch der Handgelenke
  • Bruch der Wirbelkörper
  • Bruch des Schenkelhalses

Oft sind anschließend eine Operation und Rehabilitation nötig. In manchen Fällen kann auch eine bleibende Einschränkung der Lebensqualität für Betroffene resultieren.

Vorbeugend kann die Knochendichte bei Männern ab dem 60. Lebensjahr, bei Frauen ab 50 durchgeführt werden. So lassen sich bereits Vorstadien einer Osteoporose erkennen, um frühzeitig mit Medikamenten gegenwirken zu können.

Diagnostisch ist eine DEXA Messung der Knochendichte nach Brüchen der obigen Knochenpositionen zur Abklärung einer Osteoporose sinnvoll, insbesondere wenn der Bruch in keinem vernünftigen Verhältnis zur Art des Unfalls steht. Ist eine Osteoporose bereits bekannt, dann kann die Knochendichtemessung der genaueren Abschätzung der Knochendichte oder auch der Verlaufskontrolle unter Therapie dienen.

Bestimmungsmethoden der Knochendichte

Neben der beschriebenen Messmethode DXA gibt es verschiedene Alternativen. Dazu gehört die Ultraschalluntersuchung. Hier wird die Knochendichte anhand von Ultraschallreflexionen erkannt, kann aber nicht immer ausreichend präzise bestimmt werden.

Bei einem Q-CT (quantitative Computertomographie) wird eine Röntgenschichtaufnahme von der Lendenwirbelsäule gemacht. Allerdings sind die Messergebnisse des kortikalen und spongiösen Knochens (harter und weicher Knochenteil) nicht genau. Zudem sind die Patienten einer höheren Strahlenbelastung ausgesetzt.

Als präzise in den Messergebnissen und schonend für Patienten erweist sich die Messung der Knochendichte mit DXA (Doppelröntgen-Absorptiometrie, auch: dual energy X-ray absorptiometry). Dabei wird Strahlung punktförmig durch den Körper geleitet. In den bestrahlten Körperbereichen wird der Gehalt an Knochenmineralsalz (auch: BMC = bone mineral content) ermittelt und daraus die Knochendichte (BMD = bone mineral density) errechnet.

Als Referenzwerte liegen die Daten von gesunden Menschen um 30 Jahre in unterschiedlichen Regionen und Bevölkerungsschichten vor. Abweichungen vom Referenzwert liegen meist unter einer Standardabweichung und werden als T-Wert eingetragen. Nun werden das Körpergewicht und Alter der untersuchten Person hinzugezogen und als korrigierter Z-Wert im Vergleich zu ähnlich schweren und alten gesunden Menschen vermerkt. Aus beiden Kenngrößen ergibt sich die Vermutung einer Osteoporose sowie deren Schweregrad. Erst ab einem T-Wert von weniger als minus 2,5 ist die Diagnose eindeutig. Die minimale Strahlendosis bei dieser Untersuchungsmethode erlaubt die Arbeit ohne Abschirmung für Patient und Personal.

 

 

Knochenpositionen, an denen die Knochendichte gemessen wird

Risikobereiche des Körpers für Knochenbrüche bei Osteoporose sind vor allem der Bereich des Schenkelhalses, also die Knochen im Hüftbereich, sowie die Lendenwirbelsäule. Hier wird die Knochendichte am häufigsten mit dem DXA-Verfahren gemessen. Weniger genau ist eine Untersuchung des Handgelenks. Nach etwa zehn Minuten sind die Messungen an allen Bereichen in der Regel beendet und die Messdaten können ausgewertet werden.

Vorbereitung auf die DEXA Knochendichtemessung

Für die Untersuchung muss der Patient keine besonderen Vorbereitungsmaßnahmen treffen. Es kann ganz normal gegessen und getrunken werden. Zu beachten ist, dass zuvor durchgeführte Untersuchungen mit Röntgenkontrastmittel oder radioaktiven Substanzen, z.B. bei der Knochenszintigraphie, die Ergebnisse der Knochendichtemessung verfälschen können. Daher sollte ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden (in der Regel reichen 1-3 Tage aus, bei speziellen nuklearmedizinischen Untersuchungen kann der Zeitabstand ggf. größer sein und sollte vor der Untersuchung individuell abgeklärt werden).

Untersuchungsergebnis der Messung

Die Messergebnisse der Knochendichte werden mit der durchschnittlichen Knochendichte eines jungen Menschen und der durchschnittlichen Knochendichte gleichaltriger Menschen des gleichen Geschlechts verglichen und in Standardabweichungen hierzu angegeben. Daraus ergeben sich der T-Wert (Vergleich zum jungen Menschen von 20 Jahren) und der Z-Wert (Vergleich mit Altersdurchschnitt). Die WHO definiert als Diagnose für eine vorliegende Osteoporose eine Standardabweichung nach unten von 2,5 oder mehr im Vergleich zu gleichgeschlechtlichen gesunden Personen von 20 Jahren (T-Wert). Ein Vorstadium der mangelnden Knochendichte liegt laut dieser Definition bei Standardabweichungen zwischen minus 1 und minus 2,5 vor. Dies wird als Osteopenie bezeichnet. Zu beachten ist, dass die Abnahme der Knochendichte im Laufe des Lebens physiologisch ist, so dass bei Menschen im hohen Alter auch bei durchschnittlicher Knochendichte eine Osteoporose vorliegen kann.

Kosten für die Untersuchungsmethode

DXA Messungen an der Lendenwirbelsäule sowie dem rechten und linken Schenkelhals kosten etwa 50 Euro. Unter bestimmten Umständen übernehmen gesetzliche Krankenkassen diese Kosten vollständig bei:

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wegen der krankheitsbedingt verminderten Kalziumaufnahme
  • Knochenbrüchen nach Bagatellunfällen
  • Erkrankungen der Nebenschilddrüsen, weil diese den Kalziumhaushalt regulieren
  • Patienten, die langfristig Kortison einnehmen müssen

Gerne kümmern wir uns für Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung rechtzeitig um die Kostenübernehme durch den Versicherer. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel.

Fazit

Die Messung der Knochendichte mit dem DEXA Verfahren ist derzeit die präziseste radiologische Möglichkeit der Früherkennung einer Osteopenie oder Osteoporose. Die Untersuchung dauert nicht lange und kostet wenig.  Eine Osteoporose kann frühzeitig erkannt und behandelt werden, um das Risiko für Knochenbrüche mit damit verbundenen Einschränkungen der Lebensqualität zu verringern.

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