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Offener MRT: Kernspintographie anders erleben

Offene MRT (Kernspintomographie)

Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanz-Tomographie) ermöglicht eine detaillierte Darstellung nahezu aller Körperteile und Organsysteme. Mit der MRT werden Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt. Es werden keine Röntgenstrahlen benutzt, sondern man misst, wie sich der Körper in einem Magnetfeld verhält. Seit Januar 2007 verfügt die Praxis über ein offenes Kernspintomographie-Gerät der Fa. Hitachi. Wir können hiermit hochauflösende Bilder sämtlicher Gelenke, des Kopfes und der Wirbelsäule darstellen.

Was ist die Kernspintomographie (MRT)?

Wenn es an die Untersuchung des Körperinneren geht, ist für viele Erkrankungen eine Kernspintomographie – auch Magnetresonanztomographie oder MRT genannt – die beste Wahl für eine genaue Diagnostik.
Basis dieser Technik ist die Eigenschaft des Atomkerns, sich um seine eigene Achse zu drehen – daher der Begriff “Kernspin”. Dabei entsteht ein Magnetfeld. Durch den Einsatz von Magnetspulen und zusätzlichen Impulsen mit Radiowellen senden die Atomkerne des Körpers im MRT spezielle Signale aus. Da der Körper des Menschen zu einem Großteil aus Wasser besteht, kommen dabei die Wasserstoffkerne am häufigsten zum Einsatz und erscheinen auf dem Bild in verschiedenen Helligkeitsstufen. Die einzelnen Aufnahmen werden dann zu detaillierten Schnittbilder in hoher Auflösung zusammengesetzt. Diese bilden die Beschaffenheit des untersuchten Gewebes millimetergenau ab. Der Arzt kann aufgrund dieser Bilder Organ- und Gewebestrukturen erkennen, die genaue Lage von Tumoren bestimmen, die biochemische Umgebung beurteilen und den Operations- oder Behandlungsplan erstellen.

Gibt es beim MRT eine Strahlenbelastung wie beim CT?

Während die sogenannte Computertomographie (CT) mit starken Röntgenstrahlen arbeitet, werden beim MRT Magnetfelder und elektromagnetische Wellen verwendet. Der Körper ist also keiner schädigenden Strahlenbelastung wie beim CT ausgesetzt. Ebenso sind schädliche Nebenwirkungen bisher nicht bekannt, nicht einmal bei wiederholten Untersuchungen. Auch bei Kindern wird wegen der fehlenden Strahlenbelastung eher ein MRT empfohlen. Die Kernspintomographie dient auch der Diagnostik des Ungeborenen in der Schwangerschaft, lediglich in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft wird empfohlen, eine Untersuchung durch die MRT eher vorsichtig einzusetzen.

Vor der Untersuchung befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden, möglichen Vorerkrankungen und erläutern Ihnen den genauen Ablauf. Sie liegen bei der Untersuchung auf einer breiten und bequemen Liege. Über eine Sprechanlage stehen wir jederzeit mit Ihnen in Kontakt.

Während der Untersuchung hören Sie ein Klopfgeräusch. Dieses wird durch die elektromagnetischen Schaltungen ausgelöst und ist völlig normal. Bei bestimmten Fragestellungen kann die Gabe eines Kontrastmittels notwendig werden. Dieses ist normalerweise gut verträglich. Bitte informieren Sie uns aber zur Sicherheit über evtl. vorhandene Allergien, auch bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ergeben sich Einschränkungen bei der Kontrastmittelanwendung. Die Untersuchungsdauer liegt zwischen 20 und 40 Minuten.

Es gibt Patienten, bei denen eine Untersuchung im MRT nicht oder nur unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßnahmen erfolgen darf. Dazu gehören beispielsweise Träger von Metallimplantaten, Metallclips oder Metallprothesen. Vor der Untersuchung erhalten Sie von uns einen Fragebogen, den Sie bitte so genau wie möglich ausfüllen, damit wir entscheiden können, ob eine MRT-Untersuchung gefahrlos möglich ist.

Patienten mit einem Herzschrittmacher dürfen nicht kernspintomographisch untersucht werden.

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Platzangst? – Nein danke!

Sie liegen hierbei nicht in einem engen, lauten Tunnel, sondern in einem u-förmigen Magneten, der Sie nicht einengt. Je nach Untersuchungstyp können Sie lesen und sich ein wenig bewegen, nur das untersuchte Körperteil muss für 20 bis 30 Minuten ruhig gehalten werden. Insbesondere für Patienten mit Platzangst (Klaustrophobie) ist die Untersuchung so wesentlich angenehmer als in geschlossenen Geräten, häufig auch nur in dieser Form durchführbar.
Für gesetzlich Krankenversicherte können Untersuchungen nur mit Genehmigung der Krankenkasse erfolgen. Sprechen Sie mit uns, wir beraten Sie gerne.

Vorteile der offenen MRT

Gerade für Angstpatienten ist es jedoch wesentlich entspannter, sich in einem halb- oder komplett offenen MRT untersuchen zu lassen. Eine klaustrophobische Situation kann so gar nicht erst entstehen. Auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder stark übergewichtige Personen ist ein offenes MRT besser geeignet.

Der Patient liegt beim offenen MRT nicht in einer Röhre, sondern er befindet sich auf einer bequemen Unterlage in einem großzügigen Untersuchungsbereich zwischen einem Boden- und einem Oberteil. Zur Seite und nach vorne hin ist die Sicht frei. Es kann Blickkontakt mit dem Behandlungspersonal aufgenommen werden. Durch genaue Justierung können einzelne Körperpartien zielgenau untersucht werden.
Im offenen MRT gibt es deutlich mehr Liegekomfort als in einer geschlossenen Röhre. Das macht es für den Patienten einfacher, still liegen zu bleiben. Mit den so erzielten klaren Aufnahmen kann der Arzt leichter eine sichere Diagnose stellen. Das Gleiche gilt für die Untersuchung von schwierig gelegenen Körperteilen wie Schultern oder Ellenbogen, die im offenen MRT während der Untersuchung stabiler und zugleich komfortabler gelagert werden können.
Gerade für kleine Patienten kann ein MRT mit großer Anspannung einhergehen, gerade wenn sie die Wirkungsweise eines solchen Gerätes noch nicht logisch erfassen können. Beim offenen MRT können Eltern ihren Kindern während der Untersuchung beistehen und bleiben mit ihm in Sicht- und Körperkontakt. Das Gleiche gilt für ältere und körperlich eingeschränkte Personen.

Wird das offene MRT von der Krankenkasse übernommen?

Bei Privatpatienten können alle Kosten für das offene MRT mit der Versicherung abgerechnet werden.
Aber diese Behandlungsmethode steht nicht nur Patienten einer Privatpraxis zur Verfügung. Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse benötigen vor Beginn der Untersuchung eine Kostenübernahmeerklärung ihrer Kasse. Wir kümmern uns im Vorfeld gern um den Kostenvoranschlag und stellen das Begründungschreiben für die Notwendigkeit der Untersuchung in einem offenen MRT aus.

Einsatzgebiete der Magnetresonanztomographie:

  • Gefäßerkrankungen wie zum Beispiel Gefäßverschlüsse oder Aneurysmen
  • Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark, also Erkrankungen des Zentralen Nervensystems. Die MRT macht es möglich, dass Durchblutungsstörungen, Tumorerkrankungen, Entzündungen, Multiple Sklerose und auch Gefäßmissbildungen nachgewiesen oder bestenfalls ausgeschlossen werden können.
  • Erkrankungen von Gelenken und Wirbelsäule, so wie beispielsweise Knochenentzündungen, Bandscheibenvorfälle, Meniskus-Verletzungen, versteckte Brüche, Knochentumore oder Kreuzband- und Sehnenverletzungen.
  • Erkrankungen des Bauchraumes. Hierzu zählen unter anderem Nierenerkrankungen, Leber- und Bauchspeicheldrüsentumore, Gebärmuttertumore, Dünndarmentzündungen.
  • Knochenmarks-Erkrankungen wie zum Beispiel Entzündungen oder auch Metastasen
  • Erkrankungen der Brust, durch die MRT können Tumore sowohl nachgewiesen als auch ausgeschlossen werden. Die MRT wird auch eingesetzt für die Verlaufskontrolle nach einer Operation.