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Digitales Röntgen in der Radiologie

Das Röntgenverfahren wird in der Medizin bereits über 100 Jahre durchgeführt. Die hierbei auftretenden Röntgenstrahlen können dabei helfen, verschiedene Körperregionen bildlich darzustellen. Hiermit kann dann eine Diagnose zu verschiedenen Krankheiten an den Organen oder des Bewegungsapparates aufgestellt werden.

Wie genau funktionieren Röntgenstrahlen?

Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die in einer speziellen Röntgenröhre erzeugt werden. Sie können den menschlichen Körper durchdringen, die Stärke ist hierbei allerdings abhängig von der Dichte, Zusammensetzung und auch der Dicke der Gewebe. Die Medizin setzt hierbei auf künstlich erzeugte Röntgenstrahlen. Allerdings sind sie auch zum Beispiel im Sonnenlicht oder in der sogenannten kosmischen Höhenstrahlung enthalten. So ist die Dosis eines Transatlantikfluges mit der einer auf zwei Ebenen durchgeführten Röntgenaufnahme von der Lunge zu vergleichen.

Welche Vorteile bietet das digitale Röntgen?

Bei dem digitalen Röntgen werden die aufgenommenen Bilder elektronisch bearbeitet und auch gespeichert. Dies hat den Vorteil, dass die Strahlendosis sehr stark reduziert werden kann, bis maximal 70 Prozent. Und auch die Bildqualität ist auch deutlich besser als bei der der normalen Röntgentechnik. Dies ermöglicht vergrößerte und aufgehellte Details, um noch genauer die jeweiligen Beschwerden erkennen und darstellen zu können. Zudem sind auch Fehlbelichtungen so gut wie ausgeschlossen, sodass weniger Aufnahmen wiederholt werden müssen. Durch die digitale Archivierung können die verschiedenen Aufnahmen besser miteinander verglichen und an den behandelnden Arzt versendet werden.

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Wie läuft die Vorbereitung und Durchführung ab?

Für diese Röntgenuntersuchung ist keine bestimmte Vorbereitung nötig. Wenn der Patient nüchtern sein soll, wird er im Vorfeld darüber informiert. Vor der eigentlichen Untersuchung muss er in einer Umkleidekabine die Kleidung und auch jeglichen Schmuck ablegen. Anschließend wird er mithilfe einer Assistentin geröntgt. Hierbei wird die Strahlung lediglich auf den jeweiligen Körperbereich ausgerichtet. Währenddessen muss der Patient still liegen oder stehen und sollte sich idealerweise nicht bewegen. In einigen Fällen wird auch ein bestimmtes Kontrastmittel verabreicht, um bestimmte Körperregionen besser hervorheben zu können.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

Grundsätzlich kann die digitale Röntgenuntersuchung bei jedem Menschen durchgeführt werden. Eine Ausnahme stellen hierbei allerdings schwangere Frauen dar, denn diese dürfen nur geröntgt werden, wenn eine Gefährdung des Kindes oder auch der Mutter vermutet wird. Grundsätzlich ist die Dosis der Strahlung bei allen diagnostischen Röntgenuntersuchungen relativ gering. Und auch mehrere Untersuchungen innerhalb eines Jahres sind in der Regel unbedenklich. Wenn allerdings mehrfach in einem Monat geröntgt wird, sollte das Risiko individuell abgeschätzt werden. Daher sollte der Patient seinen Röntgenpass stets gut aufbewahren und zu jeder weiteren Untersuchung mitbringen. So kann verhindert werden, dass es zu Doppeluntersuchungen kommt.

In welchen Bereichen wird die digitale Röntgenuntersuchung angewandt?

  • Herz-Thorax-Röntgen (abklären von eventuellen Lungen- und Rippenfellentzündungen oder auch Geschwülsten der Bronchien)
  • Magen-Röntgen
  • Röntgen der Nieren
  • Röntgen der Arm- und Beinvenen
  • Skelettaufnahmen (Knochenbrüche, Fehlhaltung diverser Gelenke, Knochveränderungen, Arthritis)
  • Dickdarm-Röntgen (Entzündungen, Polypen oder auch Geschwüre)

Konventionelle Filme im hergebrachten Sinne werden in der Praxis nicht mehr benutzt. Wir verwenden ein digitales Speicherfolienverfahren an (Fa. Agfa). Sämtliche Bilder werden in einem Rechnersystem gespeichert und dort archiviert.

Für Sie als Patient hat das den Vorteil dass Bilder bei kleinen Fehlern oft digital optimiert werden können und nicht wiederholt werden müssen. Hinzu kommen diagnostische Vorteile, z.B. können die Bilder beliebig vergrößert  und auf unterschiedliche Weise betrachtet werden.

Außerdem steht das Bildmaterial jederzeit zur Verfügung und kann nach menschlichem Ermessen nicht mehr verlorengehen. Wir können Ihnen Bilder elektronisch, z.B. auf CD verlustfrei zur Verfügung stellen. Dies hat auch bei der Weiterbehandlung häufig Vorteile.

Röntgenaufnahmen werden eingesetzt, um eine primäre Diagnose stellen zu können, beispielsweise bei Knochenbrüchen. Aber auch bei einer Lungenentzündung kommt diese Technik zum Einsatz. Die Röntgentechnik wird auch genutzt als Vorab- und Übersichtsuntersuchung. Hier wird mit Hilfe der Ergebnisse die Abstimmung des weiteren diagnostischen Vorgehens vorgenommen.

Einsatzgebiete Röntgen:

  • Darstellung von Verletzungen, Tumoren, Fremdkörpern, entzündlichen Prozessen und degenerativen Veränderungen
  • Besondere Stärke: Die Knochendarstellung und die digitale Mammographie, sowie auch die Darstellung von Veränderungen des Lungengewebes
  • Erkennung von Funktionsstörungen an Herz, Nieren und Magen-Darm-Trakt